Für wen ist das Augen lasern geeignet?

Viele Menschen mit einer Sehschwäche entscheiden sich heutzutage oftmals für eine Augenlaser-Operation, die in vielen renommierten Augenkliniken durchgeführt wird. Nach eingehenden Beratungsgesprächen und einer intensiven Analyse der Augen, kann ein Facharzt Auskunft darüber geben, wer für einen Laser-Eingriff in Frage kommt und für welche Patienten sich diese Methode nicht eignet.

Ein Eingriff ohne Messer: Das Augen lasern als Alternative zu komplizierten Operationen

Noch vor einigen Jahrzehnten galt die Brille als Zeichen des Reichtums und des Intellekts. Mittlerweile bevorzugen die meisten modebewussten Menschen, die an einer Fehlsichtigkeit der Augen leiden, Kontaktlinsen, die oftmals wesentlich praktischer und leichter zu handhaben sind.

Es gibt jedoch Menschen, die an einer starken Fehlsichtigkeit oder gar anderen Augenschäden leiden. Da ist mit gängigen Sehhilfen kaum Abhilfe zu schaffen, weshalb ihnen bis vor einigen Jahren eine Augenoperation häufig nicht erspart blieb.

Lange Eingriffe am offenen Auge und anschließend ein mehrtägiger Klinikaufenthalt standen damals an der Tagesordnung. Mittlerweile gibt es jedoch die Laser-Methode, bei der Patienten binnen weniger Minuten und ohne Narkose zu einem besseren Durchblick verholfen wird. Das Operieren mittels Laser eignet sich jedoch nicht für jeden Patienten, der Probleme mit seinen Augen hat. Abhängig vom Alter, dem Gesundheitszustand und dem Zustand der Augen, wird der behandelnde Facharzt genauestens abwägen, ob eine Laser-Operation in Frage kommt oder eher nicht. In den USA ist das Lasern mittlerweile eine der am häufigsten durchgeführten Operationen mit einer sehr hohen Erfolgsrate. Auch in Deutschland nutzen immer mehr Menschen die Möglichkeit der Augenkorrektur durch das imaginäre Skalpell.

Augenlaser-Behandlungen bei Care Vision

Starke und schwache Dioptrinzahlen – Wann Augen lasern lassen?

Der behandelnde Augenarzt wird Patienten vor dem potentiellen Laser-Eingriff individuell beraten und über Möglichkeiten und Risiken des Eingriffes aufklären. Eine Kurzsichtigkeit bis zu minus zehn Dioptrin und eine Weitsichtigkeit bis zu drei Dioptrin kann mittels Laserimpulsen soweit behoben werden, dass ehemals kurzsichtige und weitsichtige Menschen anschließend nahezu perfekt sehen können. Auch Patienten mit einer leichten Hornhautverkrümmung, der so genannten Stabsichtigkeit, können sich solch einen Eingriff unterziehen und schnell eine Besserung der Sehkraft spüren.

Menschen mit sehr schwachen Dioptrinzahlen werden häufig Alternativen zu Laser-Operationen, wie Brillen oder Kontaktlinsen, angeboten, denn deren Lebensqualität ist nicht so weit eingeschränkt, wie das von Menschen mit einer sehr starken Sehschwäche. Jedoch können auch diese Patienten ihre Augen lasern lassen, wenn sie sich sonst für diesen Eingriff eignen.

Ein Augenlasern ist nur für diese Menschen möglich, die mindestens zwei Jahre eine konstante Sehschwäche haben, das heißt, keine Verschlechterung der Fehlsichtigkeit in sehr kurzer Zeit vorweisen. Auch zu große Pupillen, trockene Augen und zu dünne Hornhaut, sowie Bindegewebserkrankungen der Augen, sind Faktoren, die eine Laser-OP nicht möglich machen.

Mit welchem Alter die Augen lasern lassen?

Ein perfektes Alter für eine Operation gibt es nicht, jedoch liegt das Mindestalter bei einer Augenoperation mittels Laser bei 18 Jahren. Der Grund dafür liegt darin, dass das Auge von Kindern und Jugendlichen noch wächst und nicht vollständig entwickelt ist. Würde in einem sehr jungen Alter nun ein Laser-Eingriff durchgeführt, kann dies mitunter zu Hornhautschädigungen führen und weitere Eingriffe nötig machen.

Ab einem Lebensalter von 18 Jahren ist die Entwicklung des Auges abgeschlossen und eine Operation generell möglich. Fachärzte bevorzugen jedoch ältere Patienten, weil noch nicht unbedingt von einer Konstanz der Fehlsichtigkeit in diesem jungen Alter gesprochen werden kann. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren wird meist zu einer alternativen Sehhilfe geraten, bis eine Laser-Operation in Frage kommt. Oftmals leben Kinder mit einer schwachen Fehlsichtigkeit und entsprechender Sehhilfe relativ unbekümmert und entscheiden sich später gegen eine Laser-Operation.

Kurzsichtigkeit und Weitsichtigkeit – Augenlasern behebt jegliche Art von Fehlsichtigkeit

Kurzsichtige Menschen haben einen zu lang gewachsenen Augapfel. Dies hat zur Folge, dass Lichtstrahlen vor der Netzhaut gebündelt werden und Betroffene dementsprechend weit entfernte Objekte nur sehr unscharf erkennen können. Mittels Laser muss hier die Brechkraft verringert und der Brennpunkt hinter die Netzhaut versetzt werden. Dabei wird das Auge nicht etwa gekürzt, sondern lediglich Änderungen der Brechkraft herbeigeführt. Ähnlich, bloß konträr, verläuft eine Laser-OP bei Weitsichtigkeit. Hier wird die Brechkraft mittels Laserimpulsen erhöht, indem das Gewebe der Linse ringförmig abgetragen wird. Die daraus resultierende höhere Krümmung des Auges sorgt dafür, dass die Lichtstrahlen nicht mehr hinter der Netzhaut, sondern davor gebündelt werden.

Sowohl eine Weitsichtigkeit, als auch eine Kurzsichtigkeit kann durch eine Laseroperation behoben werden, wobei eine Kurzsichtigkeit etwas einfacher zu behandeln ist. Das Auge wird dabei nur betäubt und die Brechkraft binnen weniger Minuten geändert. Anschließend kann ein Patient die Klinik wieder verlassen und erste Erfolge sind buchstäblich sichtbar.

Altersweitsichtigkeit mit Laseroperation beheben

Altersweitsichtigkeit betrifft viele ältere Menschen und ist ein natürlicher Prozess. Die Augen (es müssen nicht beide Augen gleichmäßig betroffen sein) verlieren im Alter die Fähigkeit, sich mittels Akkommodation anzupassen, was zu einem undeutlichen Sehen führt. Auch dieser altersbedingte Funktionsverlust kann mit dem Laser behoben werden, wobei meist nur ein Auge behandelt wird.

Bei Altersweitsichtigkeit kommt der Femto-Sekundenlaser zum Einsatz. Dieser dringt direkt auf die mittleren Schichten der Hornhaut, wo Areale verdampft werden und die Brechung entsprechend angepasst wird. Meist reicht es, wenn das dominante Auge des Patienten behandelt wird, weil sich das andere schwächere Auge nach einer Zeit entsprechend anpassen kann. Voraussetzung für eine Laser-OP sind in diesem Fall gesunde Augen mit einer dicken Hornhaut. Wann Augen lasern? Wenn eine Altersweitsichtigkeit über mehrere Jahre konstant besteht, ist ein Eingriff zu empfehlen.

Wie oft können solche Laser-Eingriffe durchgeführt werden?

Die Frage “Wann Augen lasern lassen?” wird jeder Arzt sicherlich schnell beantworten können. Eine Antwort auf die Frage, wie oft eine solche Operation durchgeführt werden kann, ist jedoch bestimmt nicht so schnell zu finden. Oftmals bringt ein Eingriff nicht den gewünschten Erfolg oder das Gewebe im Auge reagiert nicht so, wie es soll, so dass Nach-, beziehungsweise Restbehandlungen, nötig sind. Prinzipiell können Laseroperationen mehrmals durchgeführt werden, wobei nur eine Behandlung fast immer sehr erfolgversprechend und ausreichend ist. Natürlich können im Laufe der Jahre nach einer Operation erneut Sehschwächen auftreten, so dass eine weitere Behandlung mit Laserimpulsen in Erwägung gezogen werden kann.